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Das
Konzept für Praktika am ERID
La
politique des stages à l'ERID
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Das
Konzept für Praktika am ERID
Das
Promotionsstudium der Rechtsinformatik bietet die Möglichkeit,
Praktika zu absolvieren, in deren Rahmen die Studierenden des
DEA über Themen aus der Rechtsinformatik arbeiten. Im Verlauf
dieser Arbeiten werden von den Mitgliedern des Teams Informatik-"Produkte"
realisiert, die auf deren Auswahl beruhen und mit der künftigen
beruflichen Orientierung zusammenhängen.
Das
Themenspektrum ist weitgefächert: Die Arzthaftung, das
Recht der Personen, das Zivilprozessrecht oder die Informatik-"Güter"
sind Anlass für juristische Studien im strengen Sinne des
Wortes, aber auch für Analysen der beim Entwurf von Multimediawerken
bestehenden einschränkenden
Rahmenbedingungen. Diese Art der Informationsverarbeitung wurde
für das Praktikum "Enzyklopädie der Informatik-Güter"
realisiert. Das Projekt, das vor drei Jahren seinen Anfang nahm
und in mehreren Etappen durchgeführt wurde, kann heute
online konsultiert werden:
http://www.univ-montp1.fr/erid/htm/encyclo.htm
Das
Studium der Rechtslage bezüglich der Datenbanken und der
Computerprogramme bot sich natürlich wegen der thematischen
Zielsetzung des Praktikums an. Anschließend wurde das
zu behandelnde Sachgebiet modelliert, um die zu studierenden
Module festzulegen, und dies in Abhängigkeit von den Notwendigkeiten,
die sich aus der Auswahl der Software für die Konzeption
der Enzyklopädie-Datenbank ergaben. Erarbeitet wurde der
Inhalt zuerst mit FileMaker, dann - um ihn online zu stellen
- unter PHP und MySQL. Seitdem hat sich die Enzyklopädie
schrittweise in Richtung neuer Themen im Zusammenhang mit den
Informatik-Gütern und dem Internet entwickelt.
Beginnend
mit der Auswahl des Themas wird die Redaktionsarbeit durch das
Prinzip bestimmt, dass verschiedene Zielgruppen in der Lage
sein sollen, die Datenbank zu konsultieren. Juristen, Praktiker,
Studenten, Anfänger haben den Wunsch, Zugang zu einer Information
zu erhalten, die, wenn sie auch nicht völlig personalisierbar
ist, sich doch als nützlich erweist. Aus diesem Grunde
ist es sehr wichtig, sich zugleich propädeutisch und theoretisch
adäquat auszudrücken, und zwar mit maßgeschneiderten
bibliographischen Nachweisen. Die darin liegende redaktionelle
Ausbildung ist deswegen besonders wichtig, weil sie zur Entwicklung
eines kritischen Gespürs bei den Studierenden beiträgt,
von denen viele ein Doktorat anstreben. Zugänglichkeit
und Navigation müssen anschließend die Verbindung
zwischen oft wechselseitig von einander abhängenden Gegenständen
sicherstellen. Tatsächlich sind juristische Analyse und
Informationsverarbeitung eng miteinander verbunden und erlauben
es jedem im Projekt, die Kompetenzen praktisch umzusetzen, die
im Rahmen des Doktoratsstudiums erworben werden.
Die
geforderte Arbeit besteht darin, jede Argumentation auf anerkannte
juristische Prinzipien, Lehrmeinungen oder existierende Rechtsprechung
zu stützen. Den einzelnen ist großer Freiraum bei
der Abfassung ihrer Arbeit gegeben: Auswahl der Quellen, Freiheit
der Meinung. Die Herausforderung dieser Praktika besteht darin,
dass den Studierenden die Durchführung eines Projekts übertragen
wird, das ihnen gehört, und zwar während der gesamten
Dauer des DEA. Von den Professoren und den Doktoranden zweckmäßig
begleitet sind diese Arbeiten auch daraufhin angelegt, Teamfähigkeit
zu erlernen. Diskussionen über Ideen, Initiativen, Verteidigung
der eigenen Auswahl und Redebeiträge sind so die Elemente,
die es jedem und jeder erlauben, die eigenen Kompetenzen unter
Beweis zu stellen, aber auch Kontakt mit den anderen herzustellen.
Es ist dies auch der Geist für den Gedankenaustausch in
dem gemeinsamen Internet-Projekt von ERID und IFRI. Ziel ist
es, die Studierenden miteinander ins Gespräch zu bringen,
zu gegenseitiger Unterstützung und Anregung im Kontakt
mit einer jeweils anderen Art des juristischen Denkens und zugleich
einer anderen Kultur.
Caroline
Delrue, Doktorandin und Forschungsassistentin
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